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Die besondere Bedeutung des Innsbrucker Riesenrundgemäldes liegt in der einzigartigen Verknüpfung von Landschaftspanorama und Schlachtenpanorama. Doch sowohl die pittoreske Naturdarstellung - der Blick auf Wilten und die Stadt Innsbruck im Hintergrund - als auch die Schlachtenschilderung sind Rückprojektionen des ausgehenden 19. Jahrhunderts auf eine vermeintlich intakte, von der industriellen Revolution verschonte Heimat, die es zu erhalten und notfalls auch mit Waffengewalt zu verteidigen gilt. Das Innsbrucker Panorama ist in diesem Sinne nicht nur eine "Besänftigungslandschaft" (Hermann Bausinger) zur Kompensierung von Modernitätserscheinungen, sondern gleichzeitig ein von Heroen und Feinden bevölkertes Schlachtfeld nationaler und lokaler Identitätsstiftung.

Die Amateurfotografie unten zeigt das im Vergleich zu 1809 stark veränderte Stadtbild von Innsbruck um 1895. Die Maler des Panoramas waren vor die Aufgabe gestellt, eine Zeit darzustellen, von der es noch keine fotografischen Zeugnisse geben konnte.
fotoreproduktion von hanfstaengl 1896

amateurfotografie vom bergisel, um 1896